November

Herbstputz, aber mit Zurückhaltung !!!
Für viele unsere Kleingärtner ist der Herbst sehr arbeitsintensiv, weil immer noch die Auffassung vorherrscht, dass der Boden nackt gegraben in den Winter gehen muss und alle Vegetationsreste abgeschnitten und entfernt werden müssen.
Das ist überholt, denn das Graben stört das Bodenleben. Nach der Ernte gut gelockert und gemulcht (Grasschnitt, Gemüseabfall), hat er Schutz vor der Witterung und der Mulch ist Nährstoffquelle für die Mikroorganismen und Würmer.
Bei schweren und verdichteten Böden bleibt das Graben unverzichtbar, sollte aber erst später erfolgen, wenn die Bodenorganismen nicht mehr aktiv sind.
Denken Sie bei trockenen Samenständen von Stauden an die kleinen Gäste des Gartens im Winter. Herbstastern, Nachtkerze, Studentenblumen oder Malve sind Nahrungsspender für Vögel und Schutzbastionen für Insekten.
Schneckeneier sind unbedingt zu entfernen, denn was jetzt an Nacktschneckeneiern überwintert, fällt frisch geschlüpft, garantiert über die Jungpflanzen im neuen Gartenjahr her. Lieblingsplätze für die Eiablage sind Trittsteine, Bretter, Holräume oder im Kompost. Die Eier austrocknen oder zerdrücken.
Rosen jetzt nicht stärker zurückschneiden, sondern nur die Triebspitzen entfernen, da hier Mehltaupilze und Schädlinge überwintern. Sie mögen auch keinen sauren Boden, deshalb sind Torf und Rindenmulch als Winterschutz nicht geeignet.