Januar

Willkommen im neuen Jahr !
Mit den guten Vorsätzen für das neue Kalenderjahr ist das ja mitunter so eine Sache, ... hinsichtlich ihrer „Lebensdauer“. Die Lebens- bzw. Ausdauer unserer Gartenpflanzen haben wir da meist besser im Griff. An frostfreien Tagen können wir Schneidarbeiten, die eigentlich schon im Herbst erfolgen sollten, nachholen. Selbst Umpflanzaktionen für große bzw. zu groß gewordene Laubgehölze lassen sich im Winter einfacher handhaben.
Auch wenn das Gartenjahr gerade erst begonnen hat, für den Gärtner ist es nicht nur gedanklich, sondern schon für Aktivitäten präsent. Da steht an erster Stelle die Kontrolle nach der ersten Kältewelle an. Hat der nasse Schnee Schaden angerichtet? Äste können brechen und auch Koniferen nehmen Schaden, wenn der Schnee nicht rechtzeitig abgeschüttelt wird. Bei Frostfreiheit sollten diese gegossen werden, da sie verdunsten und bei gefrorenem Boden kein Wasser aufnehmen können. Hat man ein Lager von Obst und Gemüse, sind faule Früchte zu entfernen.
Wir nehmen den Boden in unseren Gärten der die gewünschte Kultur zur Ernte bringen soll, gemeinhin als etwas Selbstverständliches wahr. Doch wenn die Erträge nicht die gewünschte Menge und Qualität erzielen, beginnt die Suche nach den Ursachen und der Boden rückt in den Blickwinkel, wie gut kennen wir diesen? Zu einem gesunden Boden gehört ein reges Bodenleben in der obersten Bodenschicht, dem Mutterboden oder auch Ackerkrume. Dieser belebte Teil des Bodens ist ein durch Bakterien, Pilze und nicht zuletzt Regenwürmer sichtbares Indiz für Bodenleben. Damit diese gut gedeihen, benötigen sie organische Nahrung. Da Stalldung nicht so leicht zur Verfügung steht, sollte Kompost in jedem Garten in ausreichender Menge vorhanden sein. Während der Vegetationsperiode und auch über Winter kann dem Bodenleben mit einer Mulchdecke zusätzlich Gutes getan werden. Sie hält den Boden feucht und kühl bis mäßig warm, unterdrückt den Aufwuchs von unerwünschten "Unkraut" und liefert Nährstoffe. Das natürliche Bestreben des Bodens, sich zu bedecken, sollten wir bei unserer Gartenarbeit bedenken. Pflanzen spenden Schatten, fehlt dieses, kann eine Mulchschicht helfen, nackter Boden ist etwas Unnatürliches. Wir haben darauf auch schon in unserer November Ausgabe hingewiesen.